Malaga – eine Stadt zwischen Vergangenheit und Moderne

Von der Größe ist Malaga ungefähr vergleichbar mit Bremen.
Zunächst hatte ich keine hohen Erwartungen, da die Stadt bei mehreren Bekannten keinen sonderlich guten Eindruck hinterlassen hatte. Zwar am Meer, aber eben nur irgendeine Stadt.

Wenn man mit wenig Erwartungen ankommt, ist man um so mehr beeindruckt, wenn sich diese negativen Kommentare zumindest für einen selbst als falsch erweisen. Und sich einfach alles perfekt fügt. Ja, es gibt hier große Hotels und Hochhäuser und die sind nicht schön. Es gibt auch definitiv sauberere Strände. Malaga hat aber auch einiges zu bieten: viele wunderschöne Gebäude in tollen Farben, einen dschungelartigen Park entlang der Strandpromenade, von der aus man einen guten Blick auf die Alcazaba, eine maurische Festung aus dem 11. Jahrhundert, hat, die wunderschöne Kathedrale und viele kulturelle Angebote.
Nicht umsonst kann man an zwei verschiedenen Stadtführungen teilnehmen. Einmal an der geschichtsträchtigen und der, die sich mit moderner Kunst befasst. Von beidem gibt es hier reichlich zu sehen.
Malaga ist die Stadt Picassos, der dort geboren ist und bis zu seinem 11. Lebensjahr gelebt hat. Auf seinen Pfaden habe ich mich hauptsächlich bewegt. Das Picasso Museum und sein Geburtshaus gibt es zu besichtigen, in dem unter anderem viele private Gegenstände der Familie aus Kindheitszeiten zu bewundern sind, beispielsweise sein Gewand, dass er zu seiner Taufe in der etwas kitschig daherkommenden Herz-Jesu Kirche getragen hat. Ich bin tief beeindruckt von diesem einzigartigen Künstler und brillanten Beobachter und werde mich in Zukunft näher mit ihm beschäftigen müssen.
Auch das direkt am Hafen gelegene Centre Pompidou von Malaga hat interessante Ausstellungen zu bieten. Ja, es existieren neben dem in Paris noch zwei weitere, hier, und in Metz. Für mich eine neue Information.
Neben dem kulturellen Programm war es mir auch wichtig, die Stadt zu Fuß zu erkunden und mich einfach treiben zu lassen. Direkt nach der Ankunft ging es erst einmal ans Meer, das ich seit Cádiz im August nicht mehr gesehen hatte. Natürlich passend zum Sonnenuntergang. Ich nehme auch einen weniger schönen Strand in kauf, wenn ich mich dort mit einem Fischer nett unterhalte, der währenddessen grad einen 30 cm langen Tintenfisch aus dem Meer angelt.
Wenn ich danach noch in der herrlichen Kathedrale zufällig an einem besonderen Gottesdienst teilnehmen kann und anschließend auf meiner neuen Lieblingsplaza Tapas esse, ist dieser Abend einfach perfekt.

Kulturell gesehen habe ich mich in Malaga ausschließlich auf die modernere Kunst konzentriert, die Alcazaba beispielsweise musste ich auslassen, obwohl ich meinen Aufenthalt wieder von zwei auf drei Tage verlängert hatte.

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Picasso sitzt auf der Plaza de la Merced direkt vor seinem Geburtshaus

 

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zum Baden war es leider schon zu kalt, nur ein einsamer Tourist traute sich ins Wasser.

 

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Orangenbäume und die Alcazaba bei Tageslicht
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Abendspaziergang an der Alcazaba

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