Puzzle – Mensch

Jeder Menschen vereint in sich ein großes Puzzle. Es besteht aus Charakterzügen, auf denen unsere Angewohnheiten und Eigenarten basieren.

Grob lassen diese sich in 5 Bereiche, die Big Five, unterteilen:
– Offenheit (Wie aufgeschlossen sind wir gegenüber Neuem?)
– Gewissenhaftigkeit (Wie perfektionistisch sind wir?)
– Extraversion (Wie gesellig sind wir?)
– Verträglichkeit (Sind wir rücksichtsvoll und kooperativ?)
– Neurotizismus (Wie leicht sind wir verletzlich?)

Je nach Stimmung, Situation, Gesprächspartner und dessen Beschaffenheit der Big Five kommt es darauf an, welcher Pool deiner Puzzleteile ans Tageslicht kommt. Ist es der dunkle oder helle, der heile oder der kaputte, der saubere oder dreckige? Oder eine bunte Mischung? Meistens wohl die Mischung.

Jeder Mensch ist alles gleichzeitig: schön und hässlich, intelligent und dumm, talentiert und unfähig, engagiert und faul. Die ganze Welt verbirgt sich in dir, diesem einen Menschen. Es gibt vielleicht den Einen, der dich als aggressive, rachsüchtige Person kennengelernt hat, wenn auch die Mehrheit deines Bekanntenkreises dich als liebevollen, fürsorglichen Freund betrachten. Wie schade um diesen einen Menschen!

In jeder einzelnen Situation bist du derjenige, der entscheidet, welche deiner Puzzleteile zusammengesetzt werden. Denn du bist nicht statisch. Gehst du rücksichtslos mit den Gefühlen anderer Menschen um, muss das nicht immer so sein, geschweige denn, so bleiben. Bist du sehr extrovertiert, heißt das nicht, dass du dein Leben lang der Mittelpunkt jeder Feier sein möchtest.
Mehr oder weniger unbewusst kommen diese Charaktereigenshaften zum Vorschein. Mit zunehmendem Alter meist bewusster. Irgendwann beginnen wir zu verstehen, warum wir so sind, wie wir sind. Warum sich die Teile immer und immer wieder zu dem selben Puzzle zusammensetzen. Meistens. Und wir können versuchen, das Puzzle zu verändern, zu verschönern. Die hellen und neuen Puzzleteile sind viel hübscher anzusehen und das Leben reagiert viel gnädiger auf diese als auf die alten, die kaputten.
Verhalten hat immer Gründe, Gutes wie Schlechtes. Doch schlechtes Verhalten bringt schlussendlich nie Gutes hervor, warum wiederholen wir es also? Es gibt viele Gründe. Ängste sind meist der Kern dieser Gründe. Doch schon durch einfache Reflexion unseres Verhaltens können wir es schaffen, die schönsten besten Puzzleteile in uns zusammenzusetzen. Das erfordert konsequentes Verhalten und ein ständiges Arbeiten an sich selbst.
Meiner Meinung nach sollten wir uns dies zu einem wichtigen Ziel im Leben setzen: ganz bewusst darauf zu achten, zu welchen Puzzleteilen sich unser Verhalten in jeder einzelnen Situation zusammensetzt. Denn unser Verhalten bestimmt unser Leben.

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