Magisches Touristenloch

Aus dem Flugzeug aussteigen, Sonne auf der Haut, die mediterrane Luft einatmen und mit jeder Pore zu spüren, wieder in Spanien zu sein.
Saftige Orangen und Zitronen an den Bäumen. Berglandschaften, ein altes Kloster, nur das Vogelgezwitscher und die Glocken der Schafherden zu hören. Türkisblaues Wasser, strahlender Sonnenschein.
Mandelbäume in voller Blüte neben uralten Olivenbäumen, dazwischen grasen Schafe. Malerische Dörfer und immer wieder Vogelgezwitscher. Das einzige Geräusch.

Wovon ist hier die Rede? Mallorca! Ein zauberhaftes, von den Touristen im Stich gelassenes Mallorca im Januar. Ein Januar, der dem Winter mal eine Pause gegönnt hat, damit der Frühling das neue Jahr verfrüht begrüßen darf.
Ich habe meine Sonnencreme vergessen, was sich direkt nach dem ersten Tag durch den rötlichen Hautton meines Gesichts widerspiegelt.

Unsere erste Station war Cala Ratjada, Familienurlaub, inklusive interessante Einblicke ins Kneipengewerbe. Deutsch-Spanien mit Hafen, Burg und toller Landschaft. Mallorca hat einfach alles zu bieten: Wald, Meer, Strand, Klippen, Berge.

Hier meine Eindrücke aus Cala Ratjada und Umgebung:

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Der Hafen

 

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Es gibt eine Katzenbucht

 

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Far de Capdepera

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Ausflug zum Castillo de Capdepera

 

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Später ging es für mich weiter nach Palma. Die Wohnung über der Kneipe wurde durch eine Wohnung direkt am Plaza Mayor ausgetauscht. Palma ist eine schöne Stadt. Und zwar genau so, wie ich mir eine spanische Stadt vorstelle. Mit kleinen Gassen, Innenhöfen, Plazas an jeder Ecke:

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Meine schöne Übergangswohnung am Plaza Mayor

Erster Abend in Palma –  eines der vielen Open Air Konzerte : Keltische Popmusik mit den Celtas Cortos

Auch Gaudi hat sich in Palma verewigt. Besonders innerhalb der Kathedrale hat er einiges gestaltet. Zu beachten ist allerdings, dass die sehr modern wirkende „Capella de Sant Pere“ nicht von ihm, sondern dem mallorkinischen Künstler Barceló entworfen wurde.

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Capella de Sant Pere

 

Ausflüge an die Westküste mit ihren Bergen und Klippen.

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Durch das Dorf Sollér fährt regelmäßig eine hölzerne Eisenbahn

 

Die schönsten Sonnenuntergänge sieht man nicht in Cádiz, nicht in Valencia. Nein, ich habe den schönsten Sonnenuntergang an der Küste von Banyalbufar auf Mallorca erlebt.

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Dann drehe ich mich um, und sehe den schönsten Mond, rund, groß und orange wie eine Apfelsine. Hier sind ein paar Versuche zu sehen, diesen Mond mit meiner schlechten Handykamera aus dem Auto festzuhalten, während es die Berge auf und ab in Serpentinen fährt.

Aber eigentlich sah er so aus:

Vollmond[1]
Quelle: http://www.mendzigall.de/dieter/reiseberichte/sweden/Vollmond.jpg
Dabei fiel mir das absolut schönste Lied der Welt ein, das alle Deutschen meines Alters in der Version von Loona kennen müssten. Ich verabschiede mich für heute mit der Originalversion, zusammen mit der Übersetzung des wunderschönen Textes.

Hijo de la luna Songtext Übersetzung

Es ist eine alte Legende, und Du wirst sie nur verstehen können, wenn Du weise bist:
Eine Zigeunerin hatte den Mond beschworen.
Sie hat ihn eine ganze Nacht lang angefleht,
hat geweint bis zum Morgengrauen dass er ihr einen Mann schickt, einen Zigeuner.
Und irgendwann hatte der Mond ein Einsehen und sagte zu der Frau:
„Du sollst Deinen Mann haben, einen Gitan mit dunkler Haut.
Aber ich will eine Gegenleistung von Dir:
Ich will das erste Kind, das Du zur Welt bringst, als mein eigenes haben“
Das Kind des Gitans mit dunkler Haut kam zur Welt,
aber es war weiß, so weiß wie das Fell eines Hermelins.
Und seine Augen waren grau und nicht dunkel.
Ein weißes Kind des weißen Mondes.
Und der Gitan verfluchte das Kind,
wünschte es zum Teufel und sagte: Ein Zauberer hat Dich gemacht.
Und er glaubte sich entehrt und schrie seine Frau an:
„Von wem ist dieses Kind?
Mit wem hast Du mich betrogen, eiskalt und schamlos?“
Und er erstach sie mit seinem Messer.
Das Kind aber brachte er auf einen Berg und ließ es dort liegen.
Dort liegt und lebt es.
Und in den Vollmondnächten geht es ihm gut.
Und wenn das Kind weint, dann nimmt der Mond ab, um dem Kind eine Wiege zu sein.
Wer sein ungeborenes Kind opfert, um nicht allein zu bleiben,
kann dieses Kind nicht geliebt haben.
Und Du Mond, Du willst Mutter sein,
und hast niemanden, dessen Liebe Dich zur Frau macht.
Sag mir, silberner Mond, was willst Du tun mit einem Wesen aus Fleisch und Blut,
einem Kind des Mondes?

 

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