Erinnerungen an den Camino de la Costa

Auf nach Asturien, einer der Teile Spaniens, die so sehr an Irland erinnern. Raue Klippen, felsige Küstenlandschaft, bewölkter Himmel. Das feuchte Klima lässt die Landschaft ergrünen und erblühen.
Dudelsackmusik, keltische Geschichten und Symbole. Ja, auch hier haben die Kelten angelegt. Etwa 800 v. Chr. wurde die Region von ihren Stämmen besiedelt.
Gebiet des Camino de la Costa. Wer einmal den Jakobsweg läuft, gewinnt nicht nur viele großartige Erfahrungen landschaftlicher, sportlicher, freundschaftlicher oder spiritueller Art. Er gewinnt auch ein zweites zu Hause. Hier, im Norden Spaniens, bin ich zu Hause.
In Gijon besuchte ich meine lieben Freunde, die ich im August in Cádiz kennenlernte. Das Ende des Novembers brachte enorme Temperaturschwankungen mit sich. Zunächst 23 Grad und damit wärmer als Madrid, dann eiskalte Regenschauer und der erste Schnee des Jahres.
Spaziergänge am Strand, am Hafen, an den Klippen.
Später noch ein eintägiger Ausflug nach Oviedo, der Hauptstadt der Region. Woody Allen besuchte sie einst für Dreharbeiten und verliebte sich in die Stadt. Er soll sie regelmäßig besuchen. Seine Statue erinnert daran.
Die Menschen hier erscheinen ausgeglichen und entspannt, ganz im Gegensatz zum hektischen Madrid. Madrid mit seiner Hipster Szene und Lavapiés mit seinen gepiercten und rastazopf tragenden Hippies.
Hier im Norden bin ich weit davon entfernt und fühle mich ausgesprochen wohl damit. Ich bin nicht spießig, ganz sicher nicht. aber Gruppierungen, die sich durch Kleidung und Besonderheiten meinen, von anderen Menschen abgrenzen zu müssen, war ich noch nie zugetan.
Nein, ab und zu bin ich auch Rebell. Ich habe es tatsächlich einige Male gewagt, mit hochhackigen Schuhen aus dem Haus zu gehen. In Lavapiés! Auch zu einer Veranstaltung, die in einem besetzen Haus stattfand, bin ich mit Kleid und hohen Schuhen erschienen. Die eigentliche Rebellin unter den ganzen Möchtegern-Rebellen. Allerdings unabsichtlich. Schön war, dass es mir absolut niemand übel genommen hat.
Dies war meine vorerst letzte Reise innerhalb von Spanien und damit geht auch meine Zeit in Madrid zu Ende. Spannende vier Monate voller neuer Eindrücke, Erlebnisse und Begegnungen. Ich habe einige Menschen in mein Herz geschlossen und werde sie vermissen. Gerade gestern war ich in Deutschland in einem Geschäft, dass ich sonst nur aus Madrid kenne. Habe Gegenstände entdeckt, die ich in Madrid gekauft habe. Oh, wie ich Madrid da vermisst habe!
Bald werde ich von meinem Zwischenstopp in Deutschland und umzu berichten, aber sicher werde ich hier noch einige Male über Madrid reflektieren und interessante Fotos veröffentlichen.

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Der Hafen von Gijon

 

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